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Hobbys kennen keine Grenzen: Wie die Hobbymesse Leipzig auch in Polen begeistert
Seit 20 Jahren unterstützt Magdalena Lafuente als Auslandsvertretung für Polen das Team der Hobbymesse Leipzig und begleitet die internationale Zusammenarbeit mit unserem Nachbarland. Für diese Ausgabe der #Hobbygeschichten haben wir mit ihr über ihren Arbeitsalltag, Veränderungen in der polnischen Hobbylandschaft, aktuelle Trends und die Chancen gesprochen, die die Hobbymesse Leipzig 2026 für Aussteller und Verbände bietet.
Manchmal beginnt eine gute Geschichte mit einem Satz wie diesem: „Was ist das eigentlich?“ Diesen Gedanken hat Magdalena Lafuente öfter. Zum Beispiel dann, wenn ein neues Hobby plötzlich Aufmerksamkeit bekommt, von dem sie noch nie gehört hat. Hobby Horsing? Speedklettern? Neue Spielkonzepte? Dann beginnt ihre Arbeit: recherchieren, Märkte beobachten, mit Herstellern sprechen, Potenziale entdecken. Und manchmal feststellen: Dieses Thema ist in Polen längst angekommen.
Als Magdalena Lafuente ihren kleinen Sohn vor einigen Jahren mit zur Hobbymesse Leipzig nahm, erwartete sie vieles – aber nicht, dass er plötzlich an einem Stand mit großen Ausmalpostern stehen bleiben würde. Tiere, Kreativmaterialien, Farben. Sie kauften einige Bögen. Zurück zuhause in Warschau, müde von der Reise, setzte er sich hin und malte zwei Stunden lang. „Man entdeckt manchmal Seiten an sich, die man vorher gar nicht kannte“, sagt Magdalena. Vielleicht beschreibt
dieser Moment die Hobbymesse Leipzig besser als jede offizielle Definition. Denn manchmal geht es auf der Hobbymesse gar nicht darum, das eigene Hobby mitzubringen, sondern darum, ein neues zu entdecken.
Gerade in Polen beobachtet sie seit Jahren, wie Hobbys immer stärker zu gemeinsamer Zeit werden. Eltern entdecken mit ihren Kindern neue Interessen, Familien spielen gemeinsam Brettspiele, Jugendliche finden über Tabletop, kreative Communities oder gemeinsame Spielwelten zueinander. „Ein Hobby schafft die Möglichkeit, bewusst Zeit miteinander zu verbringen“, sagt Magdalena.
Vor allem der Modellbau prägt die Verbindung zwischen Polen und der Hobbymesse Leipzig seit vielen Jahren und diese Partnerschaft ist bis heute lebendig. Seit den Anfängen begleitet der Polnische Modelleisenbahnverband die Messe, organisiert Reisen für Schülergruppen, Vereinsmitglieder und Modelleisenbahnbegeisterte nach Leipzig. Partner wie MBR aus Poznań oder die polnischen Modellbau-Profis am „Gleis 27“ zeigen, dass diese Verbindung bis heute auf festen Schienen läuft.
Gleichzeitig hat sich die Hobbywelt weiterentwickelt und mit ihr die Hobbymesse Leipzig. Neben traditionsreichen Themenwelten wie dem Modellbau sind neue Interessen, Trends und generationsübergreifende Freizeitaktivitäten hinzugekommen. „Das Portfolio der Messe hat sich unfassbar verändert und ist viel breiter aufgestellt.“ Magdalena begleitet diesen Wandel seit rund 20 Jahren als Brückenbauerin zwischen Polen und Leipzig. Sie beobachtet Trends, knüpft Kontakte und bringt neue Impulse nach Leipzig. Ob kreative Mitmachangebote, Spielewelten oder neue Freizeittrends – für polnische Aussteller ist Leipzig ein spannender Ort, um Produkte erlebbar zu machen und direkt mit einem internationalen Publikum in Kontakt zu treten.
„Ich bin der Meinung, es gibt in Polen keine vergleichbare Veranstaltun, die die Vielfalt der Hobbywelt in einer solchen Breite präsentiert.“ Was sie damit meint: die besondere Mischung aus Kreativität, Mitmachangeboten, Spielen, Modellbau, Familienerlebnis und Inspiration. Gerade diese internationale Strahlkraft macht die Hobbymesse Leipzig aus Magdalenas Sicht besonders. Dass eine deutsche Freizeitmesse über Jahre hinweg so viele polnische Besucherinnen, Besucher und Aussteller erreicht, sei keineswegs selbstverständlich. Vielleicht ist genau das das Erfolgsrezept der Hobbymesse Leipzig: ein Ort, an dem aus Neugier neue Leidenschaften werden.